Die Stadt Jablunkau Wenn Sie in
die Tschechei von Osten fahren, ist Jablunkov die erste Stadt, von der
Sie gegrüsst werden. Einerseits ist es die Stadt mit bewahrter
Geschichte, anderseits mit der moderner Aufbau. Es gibt hier nicht nur
das Zentralstadtgebiet, sondern auch eine herrliche zerstreuente
Bebauung an den Berglehnen. Es hat 7000 Einwohner.
Diese Stadt gehörte im Mittelalter zum Teschner Fürstentum. Es gibt
keine Dokumente von ihrer Entstehung. Die erste schriftliche Erwähnung
stammt aus dem Jahre 1423 (in der Gründungsurkunde der Gemeinde Návsí).
Die urschprüngliche Burg stand im Gebiet heutiger Gemeinde Hrádek (etwa
4 km nordlich). Diese sei im Jahre 1477 von Ungarn ausgeplündern worden.
Danach entwickelte sich Jablunkov in dem heutigen Kataster. Bis zu dem
Jahre 1560 war es durch Fürst Václav auf fürstliche Stadt befördert.
Dank ihrer günstiger Lage auf dem geschäftlicher Wege entwickelten sich
sehr die Handwerke: vor allem Tuchindustrie, Leinenindustrie, und
Töpferhandwerk. Es waren für die Bevölkerung im 18. Jh. die wichtigsten
Lebensunterhaltquellen. In Jablunkov fanden auch regelmässig die Märkte
statt. Es ist bekannt, dass häufigeKriege mit seinen Folgen (Pest- und
Choleraepidemie, die Umgruppierungen der Truppen) störend in seine
Entwicklung eingegriffen. Bis zum 19. Jh. bildete die Stadt
stilgemässige alte Holzverbauung. Erst nach den zahlreichen
Feuersbrünsten (vor allem nach dem letzten im 1890)bauten die
Jablunkover Stadtbürger die neue gemauerte Häuser mit den
charakteristischen ebenerdigen Gewölben.
Diese Häuser bilden auch noch heute das Stadtzentrum - der Marienring
mit den anliegenden Gässchen. In der Mitte befindet sich ein barocker
Stadtbrunnen mit einer Marienstatue - Immaculata - aus dem Jahre 1655.
Zum Stadtbrunnen führte eine Holzwasserleitung. Die älteste Gebäude, das
Haus nr. 150, stammt aus 14. Jh. und gehörte der Fürstin Kateøina
Sidonia und deshalb ist es bis heute als Fürstin's Haus gennant. Zu den
grössten und wichtigsten Gebäuden gehört auch das Rathaus, das im Wiener
Sezesionstil im 1904 gebaut wurde
Zu den bedeutesten Jablunkover Einwohner gehörte Kriegsflieger und
Oberst Antonín Velebnovský, der an den Kämpfen für Enfland teilnahm. In
der Strasse, die mit seiner Name gennant wurde, befindet sich auch sein
Geburtshaus mit der Gedenkstafel.
Die historische Stadtentwicklung können auch die Kirchengebäude
charakterisieren. Die erste Holzkirche wurde gegen 1223 gebaut, die neue
und grössere im 1401. Im Jahre 1620 wurde sie mit einem gemauerten Bau
im neogotischen Stil ersetzt. Der ursprüngliche Holzturm wurde erst im
1679 mit einem gemauerten ersetzt. Der Turm ist 47 m hoch. Sie können
auch die Altklostergebäude besuchen, die sich in der Nähe der
Frohleichnam Kirche befindet. Diese ist heute als Austellungs- und
Konzertsaal herrichtet.
Das Kloster hg. Elisabeth mit dem Krankenhaus und der Kirche wurden im
1932 beendet. Der Jablunkover Friedhof dient seit 1800. Es wurde hier im
1994 aus einem originellem Familienhaus ein Franziskanerkloster gebaut
und geheiligt.
Die urnsprüngliche Bewohner im Jablunkovgebiet sollten "Sarmader
Jazygen" sein - von hier stammt die Bennenung der Stadtbürger: Jackové.
Sie unterschieden sich (bis zum Ende 18. Jh.) mit der eigenartigen
bürgerstadlichen "ungarischen" Tracht von Bergbewohnern und Bauern.
Diese wunderschöne Tracht portretierte auch Josef Mánes. Bis heute gibt
es in deisem Bereich viele "jackovské"Volkskunstenensembles, die die
alte Tradition immer pflegen und entwickeln. Am Anfang August findet
alljährlich im Stadtwald die bedeutenste folklorische Veranstaltung -
das Fest "Gorolski
Œwiêto". Dort kann man verschiedene heimische und ausländische Tanz-
und Gesangensembles bewundern.
In Jahren 1933-35 wurde in den nordlichen Teil der Stadt ein
Lungensanatorium gebaut. Das dient bis heute als die Heilanstalt für die
Tuberkulose und Atemwegenkrankheiten. Diese Heilanstaltbau ist zugleich
einKulturdenkmal in konstruktivismus Stil, die Miloš Laml projektierte.
Der Bestandteil der Heilanstalt ist der Park mit einem
ausserordentlichen Arboretum. Dieser Park verbreitet sich auch der
Fläche 37 ha, hier wachsen zahlreiche Maumarten aus Europa, Asien und
Amerika. Der Park wurde in 20-er Jahren gegründet. Die Standbilder von
Vincenc Makovský und Jan Tøíska zusammen mit den kleinen Seen
unterstreichen reizvolle Umgebung des Parks.
 Die
Stadt Jablunkov liegt im Tal des Flusses Olše, das die bewaldete
Beskydengipfel umschliessen. Im Osten sind es Schlesische Beskyden, die
mit Polen die Grenze bilden. Die Grenzelinie zieht sich von Èantoryja
(994 m) durch Velký Stožek (978 m) und Bahenec. Südlich geht das
Gebirgmassiv durch Jablunkover Pass. Hinten dem Velký Polom (1067 m)
beginnen die Märisch-schlesischen Beskyden. Diese sind mit dem langen
Tal des Flusses Lomná verbunden. Die Atraktivität des Gebietes ist
berühmt. Hier gibt es auch das Naturschutzgebiet - der Urwald "Mionší" (mit
172 ha) der aber für die Offentlichkeit unzugänglich ist.
Durch die Stadt führt die internationale Landstrasse E 75. Mit Polen ist
die Stadt mit der Grenzübergang Bukovec verbunden. In der Nähe (Mosty u
Jablunkova) gibt es auch zweite Grenzübergang und zwar zu Slowakei. Die
Eisenbahn Bohumín - Žilina hat eine Schnellzughaltestelle in Návsí. Die
Stadt hat einige Hotels, die sehr gute Unterunft anbieten können. In der
Umgegend befindet sich auch zahlreiche Ferienheime.
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